August`22

Es gibt gute und es gibt schlechte Wettkampftage.

Ende August habe ich beim US AERIAL POOL EVENT 2022 einen schlechten Tag eingezogen.

Ich kam mit der Schanze nicht zurecht. Beide Qulifikationssprünge reichten leider nicht für einen Top 12 Rang um in das Finale vorzustossen.

Nun reise ich weiter nach Australien. Dort werde ich ein vierwöchiges Trainingslager absolvieren.

Pirmin


Am 25. FIS Freestyle Aerials Masters vom 21.08.2022 stand der erste von zwei Sommerwettkämpfen auf der Wasserschanze in Mettmenstetten an.

Im Final für den Superfinal der sechs Besten wurden zwei Sprünge absolviert.

Beide Sprünge, FdFF & dFFF, jeweils drei Saltos mit vier Schrauben in unterschiedlichen Ausführungen gelangen mir sehr gut. So ging ich als Führender der beiden Finalsprünge in den Superfinal.

Im ganz entscheidenden dritten Sprung hatte ich zu wenig Rotation und somit gelang mir der Sprung nicht optimal. Im Final zeigte ich einen dFFdF, einen dreifachen Salto mit fünf Schrauben. Am Ende resultierte der 5. Rang für mich. Lange kann ich mich über die Klassierung nicht ärgern, denn ich fliege nun  direkt nach Park City (USA) zum nächsten Wettkampf vom kommenden Samstag.

Pirmin


Interview mit ABROGANS

 

Skiakrobat Pirmin Werner: vom Schnee auf das Wasser

 

Während die Rhone derzeit trotz Trockenperiode viel Gletscherwasser ins Tal bringt, lässt sich auf den Gletschern ob Saas-Fee und Zermatt derzeit kaum mehr Ski fahren. Da trifft es sich gut, dass das Aerials-Nationalteam von Swiss Ski im Sommer jeweils auf den Wassersprungschanzen Jumpin in Mettmenstetten trainiert. Weltweit gehört diese Anlage mit allen Arten von Absprungmöglichkeiten zu den modernsten und fortschrittlichsten. Der zweifache Olympia-Vierte von Peking im Aerials, Pirmin Werner, erläutert im Interview die speziellen Herausforderungen der Sprünge auf der Wasserschanze für die Skiakrobaten.

 

Pirmin Werner, wie sieht Dein Trainingsalltag im Sommer aus?

 

Wir haben Mitte Mai mit dem Sommertraining begonnen. Nach zwei Wochen Ferien sind wir nun wieder voll im Training. Dies bedeutet, dass wir viermal die Woche am Morgen drei Stunden auf der Wasserschanze trainieren, danach ins OYM fahren, uns da verpflegen und am Nachmittag dann einen zweistündigen Block im Kraftraum einschalten. Anschliessend folgt die Regeneration und gegen halb fünf endet dann mein Trainingstag.

 

Die Bilder des Trainings auf der Wassersprungschanze sind spektakulär. Wie hoch über dem Wasser seid Ihr da?

Dies hängt ein wenig vom Sprung ab, aber letztlich springen wir mit Ski, Skischuhen, Schwimmweste und Helm 12-15 Meter hoch.

 

Dies klingt unglaublich hoch. Wie hart muss man sich da anschliessend den Aufprall im Wasser vorstellen?

 

Zum einen springen wir mit Löchern in den Ski, so dass sich dadurch der Aufprall ein wenig vermindert. Dann verfügt die Wassersprung-Anlage über ein spezielles System, das beim Aufprall eine Art Kissen erzeugt. Aus Düsen unter Wasser wird Luft gepresst, so dass sich die Wasseroberfläche bricht und der Aufprall vermindert wird. Unsere Trainer lösen diese Blase mit einem Knopf beim Absprung aus. Diese Blase hat den zusätzlichen Vorteil, dass man sich an diesem «weissen Kissen» in der Luft orientieren kann. Ansonsten ist es nicht ganz einfach, die Distanz zur Wasseroberfläche einzuschätzen, wenn man sich in der Luft dreht.

 

Wie sehr vertraut Ihr als Athleten diesem System?

 

Es gab auch schon einen Stromausfall oder es wurde der falsche Knopf gedrückt. Dann ist der Aufprall aus dieser Höhe sehr hart. Wasser kann wie Beton sein. Wir springen ja mit der gesamten Ausrüstung, so dass wir ohne Schwimmweste aufgrund des Gewichts von Skiern und Skischuhen nach unten gezogen würden. Letztlich ist unser Sport auch auf dem Wasser nicht ungefährlich. Es braucht stets volle Konzentration bzw. den absoluten Fokus auf den Sprung und bei der Landung die Anspannung und Kontrolle des Körpers. Entsprechend wichtig ist eine gute Rumpfmuskulatur. Pro Trainingseinheit absolvieren wir denn auch nicht mehr als 6-7 Sprünge. Körperlich wären wir zwar in der Lage weit mehr zu springen, mental kommt man dabei aber an seine Grenzen.

 

Worin liegt bei der Wasserschanze die grösste Herausforderung?

 

Die grösste Schwierigkeit liegt sicherlich beim Anlauf. Wir gleiten auf den Schanzen über steile Kunststoffmatten, die gewässert werden und dies mit rund 65 Kilometer pro Stunde. Da darf man sich keinen Fehler erlauben. Nach dem Absprung in der Luft ist der Sprung dann vergleichbar mit einer Winterschanze auf Schnee, einfach ohne die Schwierigkeit der Landung. 

 

Wie läuft ein Training auf der Wassersprungschanze im Detail ab?

 

Ich beginne mit den einfacheren Sprüngen, meist mit einem dreifachen Salto und drei Schrauben. Wenn dieser funktioniert, folgt die nächsthöhere Schwierigkeitsstufe mit vier Schrauben und so weiter. Den schwierigsten Sprung mit fünf Schrauben springe ich pro Trainingseinheit jeweils zwei bis dreimal. Nach dem Sprung gehe ich aus dem Wasser und hole mir das Feedback meiner beiden Coaches ab. Jeder Sprung wird gefilmt und anschliessend mit dem Athleten besprochen. Anschliessend geht es darum, das Feedback im nächsten Sprung unmittelbar umzusetzen und ich steige wieder 150 Treppenstufen zum Absprungpunkt der Schanze hoch, ruhe mich kurz aus, dann braucht es einen neuen Fokus und der nächste Sprung steht an.

 

Absolviert ihr auch Wettkämpfe im Sommer auf der Wasserschanze?

 

Es gibt zwar keine FIS-Wettkämpfe im Sommer. Aber wir organisieren auch auf der Wassersprungschanze einen Wettkampf in Mettmenstetten, der meist auch international besetzt ist. Da geht es primär darum, den Wettkampfmodus nicht zu verlieren. Die grosse Schwierigkeit für die Judges besteht darin, die Landung auf dem Wasser zu bewerten. Die Jurierung erfolgt nach den gleichen Massstäben wie im Winter, nur dass es schwierig ist einzuschätzen, inwiefern eine Landung im Wasser auch auf Schnee funktioniert hätte. Ausser in der Schweiz gibt es normalerweise auch in den USA (Park City), in Kanada (Quebec) und in Minsk (Weissrussland) Wettbewerbe im Sommer. Derjenige in Kanada findet dieses Jahr wegen dem Neubau der Sprunganlage nicht statt, auf die Reise nach Weissrussland verzichten wir, so dass wir wohl zum ersten Mal nach Park City reisen und am dortigen Wettkampf teilnehmen werden.

 

Wer trainiert derzeit alles in Mettmenstetten?

 

Zum einen sind wir derzeit vier Athleten und drei Athletinnen von Swiss Ski, die hier trainieren. Auch im OYM trainiert das ganze Schweizer Team zusammen. Ausserdem ist derzeit noch Laura Peel, eine australische Weltmeisterin vor Ort, eine deutsche Athletin, die meist mit uns trainiert, und das ukrainische Juniorenteam. Dieses ist seit März und Kriegsausbruch in Bellinzona stationiert. Die Kasachen und Weissrussen fehlen kriegsbedingt dieses Jahr. Die ukrainischen Spitzenspringer sollten im August dann auch kommen. Diese trainieren derzeit in den USA.

 

Wie geht es nun weiter in der Vorbereitung?

 

Nach dem Wettkampf in Mettmenstetten Ende August fliegen wir nach Park City, von da voraussichtlich weiter nach Australien, wo unser Coach am Bau einer neuen Wasserschanze beteiligt war. Dann trainieren wir vier Wochen in Australien, ehe wir dann in die Schweiz zurückkehren und hoffentlich auf Schnee in Saas Fee trainieren können. 

Juli`22

Bereits bin ich seit Wochen im Sommertraining am chrampfen. Bekanntlich werden die Wintersportler im Sommer gemacht. Zwischendurch turnte ich mit meinem Turnverein Henggart noch an zwei Turnfesten mit. Eine willkommene Abwechslung zum Aerials-Training. Um die harte Vorbereitungszeit zu versüssen, nahm ich am 9. Juli an der Freestyle Night teil. Nach zwei Jahren Unterbruch (Corona) konnte der Anlass vor 2300 Zuschauern wieder durchgeführt werden. Nebenbei konnte ich den Wettkampf noch gewinnen. Für euch als Info findet das World Masters am 21. August auf der Wasserschanze in Mettmenstetten statt. Eine gute Gelegenheit den Aerials-Sport ganz nah zu erleben.

Pirmin

April`22

TOP TALK mit Skiakrobat Pirmin Werner
TOP TALK mit Skiakrobat Pirmin Werner

März`22

Nach den abgesagten Weltcups in Russland & Kasachstan fanden nun die letzten Wettkämpfe in Airolo statt.

In Airolo konnten wir leider nur auf der Doppelschanze springen. Die grosse war nicht bereit für den Europacup mit integrierter SM.

Der erste EC-Wettkampf lief ganz ordentlich, ich erreichte den 2. Rang.

Am zweiten Wettkampftag haderte ich im Finale bei der Landung. So musste ich mich mit dem 5. Rang begnügen.

Dieser Wettkampf zählte zusätzlich zur SM. Hier wurde ich in der Endabrechnung zum Vize Schweizermeister gekrönt.

Es ging eine sehr intensive Saison 21/22 mit vielen Emotionen und drei abgesagten Weltcups zu Ende.

 

Jetzt ist es Zeit meinem Körper eine Pause zu gönnen und mich zu erholen bevor ich Anfang Mai wieder mit dem Grundlagentraining beginne.

Pirmin


Interview mit ABROGANS über die Spiele

 

«Es war ein unglaubliches Erlebnis»

 

Der 22jährige Skiakrobat, Pirmin Werner, spricht über seine Erfahrungen an den Olympischen Spielen in Peking, den alles entscheidenden Sprung im Einzelwettkampf, den schwierigsten Sprung in seiner Sportart mit drei Saltos und fünf Schrauben und die undankbaren vierten Plätze. Kurz vor dem Saisonende blickt er bereits auf die kommende Saison, die Ukraine-Hilfsaktion der Freestyle-Szene und spricht über die Entwicklungen in seiner Sportart. 

 

 

Pirmin Werner, an den Olympischen Spielen hast Du im Team-Wettkampf einen Sprung mit drei Saltos und fünf Schrauben gezeigt, mit 5.0 der höchste Schwierigkeitsgrad in Deiner Sportart. Wie hast Du diesen Moment erlebt?

 

Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Carol Bouvard kurz vor den Olympischen Spielen, der nominell stärksten Schweizer Springerin, die für den Mixed-Teamwettbewerb gesetzt war, wussten wir, dass der Finaleinzug für uns schwierig werden wird. Wir hatten entsprechend nichts zu verlieren. In Absprache mit dem Trainer habe ich mich dann entschieden, den Sprung mit drei Saltos und fünf Schrauben zu zeigen, auch im Hinblick auf das Einzelspringen, gewissermassen ein Test unter Wettkampfbedingungen. Dies hat funktioniert und wir sind eher überraschend als viertes Team in das Olympia-Finale eingezogen. Als Viertplatzierter in der Qualifikation mussten wir dieses eröffnen. Wir wussten, dass die Amerikaner und die Chinesen die ersten beiden Plätze wohl unter sich ausmachen werden und haben uns entsprechend auf einen Zweikampf mit den Kanadiern um Bronze eingestellt. Das kanadische Team konnte im Finale nicht seine besten Leistungen abrufen. Die Tür zur Bronzemedaille wäre für uns offen gestanden. Leider konnten auch wir die Leistungen aus der Qualifikation nicht mehr bestätigen. Am Schluss blieb der undankbare vierte Platz, was aber – mit einer gewissen zeitlichen Distanz betrachtet – dennoch ein Erfolg war. 

 

Du hast es angesprochen, die nominelle Nr. 1 der Frauen im Schweizer Team, Carol Bouvard, verletzte sich kurz vor den Olympischen Spielen. Hätte es mit ihr zu einer Medaille im Teamwettkampf gereicht?

 

Am Schluss fehlten uns nur etwas mehr als 14 Punkte zur Bronzemedaille. Wenn man dies auf die Sprünge von drei Athleten aufteilt, ist dies eine sehr geringe Differenz. Wenn Noé oder ich im Finale bessere Sprünge gezeigt hätten, hätte es wohl zur Bronzemedaille gereicht. Andererseits konnte auch das kanadische Team im Finale nicht die beste Leistung abrufen, somit ist es müssig, darüber zu spekulieren.

 

Das russische Team, das zu den Favoriten zählte, ist im Mixed-Team-Wettkampf früh ausgeschieden. Maxim Burov, der grosse Dominator des Weltcups, schaffte es im Einzelspringen nicht einmal in das Finale. Was ist da vorgefallen?

 

Ich weiss es auch nicht genau. Zum einen hatte Maxim Burov Corona und konnte nicht am Mixed-Teamwettkampf teilnehmen. Er ist erst ein Tag später in Peking gelandet. Das russische Team ist stark von ihm abhängig. Dennoch kam das Ausscheiden eher überraschend. Im Einzelspringen war es im Training zur Qualifikation windstill. Maxim Burov hatte da seine gewohnten Sprünge gezeigt. Im Wettkampf kam dann aber Wind auf. Aufgrund des Rückenwinds haben wir im Schweizer Team den Anlauf nach unten korrigiert, sind rund 1.5 Meter tiefer losgefahren. Der russische Coach hat trotz Rückenwind den Anlauf von Maxim Burov nicht korrigiert, was sich dann im ersten Sprung zu seinem Nachteil ausgewirkt hat. Im zweiten Sprung war sein Sprung nicht schlecht. Aber die Landung war nicht gut und die Kampfrichter haben an den Olympischen Spielen allgemein die Landung punktemässig stark gewichtet. Allgemein war das sportliche Niveau in der Qualifikation an den Olympischen Spielen ungemein hoch. Es war wohl der hochkarätigste Wettkampf im Aerials, den ich jemals erlebt habe.

 

Im Einzelwettbewerb lief es Dir in der Qualifikation ebenfalls sehr gut, am Schluss resultierte ein undankbarer vierter Platz. Wie hast Du diesen Wettbewerb erlebt?

 

Es lief in der Qualifikation nicht planmässig. Ich war beim ersten Sprung überraschend wenig nervös, konnte mich mit diesem Sprung dann aber nicht direkt für das Finale qualifizieren, was das eigentliche Ziel war. Entsprechend viel Druck und Nervosität verspürte ich beim zweiten Sprung. Es ging glücklicherweise gut. Als ich mich für das Finale der besten 12 Athleten qualifiziert hatte, wusste ich, dass alles möglich war. Die beiden Finaldurchgänge und das Superfinale fanden erst am nächsten Tag statt. Meine Nervosität stieg als ich realisierte, dass ich um die Olympiamedaillen springen werde. Mein erster Sprung im Finale brachte mir dann 126,24 Punkte ein. Mit einer solch hohen Punktezahl kann man ein Weltcup-Springen gewinnen. Ich wusste, dass ich mich damit mit höchster Wahrscheinlichkeit für das Superfinale der besten sechs Springer qualifiziert hatte und nutzte den zweiten Sprung als Trainingssprung. Im Superfinale konnte ich als zweitletzter Athlet starten. Leider hat dann dieser Sprung nicht mehr so gut funktioniert. Ich hatte im Anlauf das Gefühl, ich sei zu schnell unterwegs, es fehlte mir dadurch im Absprung das letzte Vertrauen und dann eine Rotation in der Luft. Ich musste die Beine anziehen, was mich dann in der Beurteilung wichtige Punkte gekostet hatte.

 

Vor Deinem entscheidenden Sprung bekundeten auch andere Athleten sehr viel Mühe ihre Leistung abzurufen. Die Tür zur Olympiamedaille schien offen zu sein. Hast Du Dir einen Moment überlegt, einen «sichereren» Sprung mit einem tieferen Schwierigkeitsgrad zu wählen, um Dir eine Medaille zu sichern?

 

Nein, ich wollte um Gold springen. Hätte mein Sprung mit den drei Saltos und den fünf Schrauben wie beim Teamwettkampf funktioniert, hätte ich an diesem Tag olympisches Gold gewonnen. Ich wusste, dass es möglich war. Entsprechend gross war dann die Enttäuschung, dass es nicht geklappt hatte. Zumal der Bronzemedaillengewinner Ilja Burov den falschen Sprung zeigte und gemäss Reglement eigentlich auf Rang sechs hätte zurückversetzt werden müssen. Er hatte mit der Doppelschraube am Ende des Sprungs zu früh begonnen, so dass er die grosse Schwierigkeit dieses Sprungs, ohne Sicht zu landen, umgangen hatte. Die anderen Athleten und auch mein Coach hatten dies sofort gesehen. Leider kann man in unserer Sportart keinen Rekurs einlegen. Einige Tage später von meinem Coach mit den Videobildern konfrontiert, mussten die Kampfrichter ihren Fehler einsehen. Dies nützt mir leider nichts.

 

Hast Du während des Sprungs bereits realisiert, dass er nicht wie gewünscht funktionieren wird?

 

Man realisiert bereits beim Absprung, sprich auf den letzten zwei Metern der Schanze, wenn die Skispitze keinen Schnee mehr unter sich hat, ob der Sprung funktionieren wird oder nicht. Wenn man mit 65 km/h in die Schanze fährt, muss der ganze Körper mit der Schanze mitgehen, idealerweise in einem 90 Grad Winkel. Wenn man zu schnell ist, neigt man den Oberkörper leicht nach vorne, um dies im Hinblick auf die folgende Rotation auszugleichen. Wenn man zu langsam ist, entsprechend nach hinten, um mehr Rotation zu gewinnen. Wenn es Wind auf der Schanze hat, dann wird es schwierig in unserer Sportart. Dann kann man sich täuschen. Ich wäre bei meinem entscheidenden Sprung eigentlich mit der richtigen Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Es fühlte sich einfach anders an.

 

Als Dein vierter Platz feststand. Was ging dann in Dir vor?

 

Erst war es eine riesige Enttäuschung. Zumal die anderen Athleten und auch mein Coach sofort gesehen hatten, dass der Drittplatzierte den falschen Sprung zeigte, ohne dass dies die Jury bemerkt hätte. Entsprechend war ich noch mehr enttäuscht und es fiel mir in den ersten Tagen schwer, dieses Resultat zu akzeptieren. Ich bin nach Peking mit der Einstellung gereist, auch einen vierten Platz anzunehmen, wenn an diesem Tag drei Athleten besser springen als ich. Aber es waren an diesem Tag nur zwei besser. Mein Ziel war das Superfinale. Dieses Ziel habe ich erreicht. Mit ein wenig Distanz stellt sich die Gewissenheit ein, dass in meiner Sportart die Erfahrung einfach sehr wichtig ist. Seit die Skiakrobatik olympisch ist, war in den vergangenen 12 Jahren jeder Olympiasieger über 28 Jahre alt. Der chinesische Olympiasieger von Peking, Qi Guangpu, ist bereits zweifacher Weltmeister und mehrfacher Weltcupsieger. Der Zweitplatzierte Oleksandr Abramenko aus der Ukraine war in Pyeongchang Olympiasieger und der Drittplatzierte Ilja Burow gewann in Südkorea bereits Olympia-Bronze. Alle sind um die 30 Jahre alt, mit 22 Jahren bin ich der Jüngste. Der chinesische Olympiasieger zeigte diesen Sprung mit den fünf Schrauben vor rund zehn Jahren das erste Mal und seither unter den verschiedensten äusseren Witterungsbedingungen und Drucksituationen immer wieder. Ich springe seit rund einem Jahr fünf Schrauben. Konstanz, Erfahrung und mentale Stärke sind in unserer Sportart entscheidend wichtig. Entsprechend bin ich sicher, dass ich bei den nächsten Olympischen Spielen in vier Jahren noch mehr bereit sein werde.

 

Nun sind einige Tage seit Olympia vergangen. Was für Gefühle und für einen Eindruck haben die Olympischen Spiele bei Dir hinterlassen?

 

Es war ein unglaubliches Erlebnis. Es war alles massiv grösser als im Weltcup. Es wurden uns Athleten in Peking optimale Bedingungen geboten. Die Sprunganlage war perfekt. Ich habe alles sehr genossen. Wir haben uns die Buckelpisten-Rennen angeschaut und die Slopestyle-Qualifikation. Da wir am Nachmittag und Abend stets trainierten, verfolgten wir die meisten Wettkämpfe am TV in der Unterkunft. Die Kälte in Peking war extrem und kostete uns Athleten sehr viel Energie, so dass wir uns so wenig wie möglich diesen Bedingungen aussetzten.

 

Wie sieht nun Dein Programm bis Ende Saison aus?

 

Die letzten beiden Weltcup-Springen in Russland wurden abgesagt. Wir waren mit dem Team bereits in Russland und sind dann am Samstag vor einer Woche nach Hause zurückgekehrt. Als die russische Invasion der Ukraine begonnen hat, entschieden wir uns im Team, sofort zurückzureisen. Die FIS hat danach die Wettkämpfe abgesagt. Am 18./19. März finden in Airolo noch die Schweizermeisterschaften und Europacup statt und danach ist die Saison zu Ende.

 

Euer Trainingsstützpunkt im Sommer, das Jumpin in Mettmenstetten, hat eine medial vielbeachtete Hilfsaktion für die Ukraine lanciert. Kannst Du uns ein wenig mehr darüber erzählen?

 

Das Schicksal unserer ukrainischen Kollegen macht uns sehr betroffen. Der Geschäftsführer des Jumpin, Andreas Isoz, hat eine Hilfsaktion lanciert. Ziel war es, 10'000 Franken zu sammeln. Wir Athleten haben die Aktion dann in den sozialen Medien unterstützt und geteilt. Das Ganze nahm immer grössere Züge an. Auch die nordamerikanische Freestyle-Szene hat sich dann engagiert. Dies zeigt einmal mehr den Zusammenhalt in unserer Sportart. Nun sind wir bei über 180'000 Franken angekommen. Letzten Samstag ist das Team vom Jumpin mit unserem Nationaltrainer Michel Roth mit fünf Lieferwagen in Richtung Ukraine losgefahren. Unser Cheftrainer ist seit über 30 Jahren in dieser Sportart tätig und kennt viele Athleten und Trainer im Osten. Sie haben vor Ort den ukrainischen Cheftrainer getroffen und die Hilfsgüter übergeben. Dann sind sie nach Ungarn zurückgekehrt und haben mit dem restlichen Geld noch einmal Nahrungsmittel und weitere Hilfsgüter eingekauft und auch diese Güter noch einmal an die Grenze gebracht. Nun sind sie auf dem Heimweg, mittlerweile in Österreich angekommen. Wir sind beinahe täglich im Austausch mit unseren ukrainischen Kollegen, die glücklicherweise fast alle im Westen in Sicherheit sind.  

 

Wie muss man sich Dein Leben nach dem Saisonende vorstellen. Gibt es da nun eine längere Pause oder folgt bald wieder die Vorbereitung auf die nächste Saison?

 

Nach Saisonende haben wir bis Ende April meistens frei. Im Mai beginnt dann wieder das Konditionstraining und damit die Grundlagenarbeit. Mitte Mai sind wir dann bereits wieder in der Wassersprunganlage in Mettmenstetten und trainieren rund viermal wöchentlich bis anfangs September. Im Sommer nehmen wir meist auch noch an diversen Wettkämpfen auf der Wasserschanze teil, um das Wettkampfgefühl nicht ganz zu verlieren. Dann haben wir im September meist drei Woche Pause. Anschliessend trainieren wir anfangs Oktober das erste Mal auf Schnee in Saas Fee auf dem Gletscher und dann beginnt der Weltcup wieder von vorne.  

 

Was für einen Aufwand betreibst Du für Deine Sportart?

 

Im Sommer sind es rund 25 Stunden wöchentlich. Daneben arbeite ich noch 40% in einem Treuhandgeschäft. Ich habe das Glück bei meinem Arbeitgeber Springermarkt.ch einen sehr sportbegeisterten Vorgesetzten zu haben. Ich kann dabei vom Sport abschalten und mir gleichzeitig ein Standbein für die Zukunft aufbauen. Im Winter betreibe ich dann ausschliesslich Skiakrobatik. Der zeitliche Aufwand ist da witterungsabhängig. Meistens versuchen wir drei Tage zu springen und machen dann einen Tag Pause. Man wird in meiner Sportart im Vergleich zu anderen Sportarten sicherlich nicht reich. Ich hadere aber nicht damit. Aerials ist meine Leidenschaft. Wenn man etwas gerne macht, ist man auch bereit, etwas zu investieren. Ich habe das Glück, dass ich zusätzlich von der Sporthilfe, der Stiftung Fritz Bösch und der Fritz-Gerber-Stiftung unterstützt werde. Bis zu den Olympischen Spielen hat mich auch noch Sport Heart unterstützt, wofür ich sehr dankbar bin.  

 

Wie wird sich die Skiakrobatik in den nächsten Jahren weiterentwickeln. Wird die fünffache Schraube bald zum Standard gehören? Zeichnen sich weitere neue spektakuläre Sprünge am Horizont ab oder anders gefragt, was wird der nächste grosse Sprung werden?

 

 

Es gibt Anzeichen dafür, dass gewisse Athleten an Sprüngen mit sechs Schrauben arbeiten. Im Wasser wurden solche Sprünge bereits gezeigt. Ich weiss nicht, ob sich Sprünge mit sechs Schrauben und drei Saltos letztlich durchsetzen werden. Dies ist schon irgendwo Wahnsinn. Wenn es so sein wird, werde ich mich auch damit auseinandersetzen müssen. Ich hätte sicherlich die Technik dazu. Aber für einen solchen Sprung muss alles zusammenpassen. 

Februar`22

Ein Dorf feiert seinen Olympia-Helden
Ein Dorf feiert seinen Olympia-Helden

Im Aerials-Final undankbarer Vierter
Im Aerials-Final undankbarer Vierter

Nachwuchstalent fährt nach Peking
Nachwuchstalent fährt nach Peking

Bericht über mich von ABROGANS.

 

«Meine Vorfreude ist riesig»

In dieser Saison stand der Skiakrobat Pirmin Werner bereits zweimal auf dem Weltcup-Podest. Der 22jährige Zürcher steht kurz vor seinen ersten Olympischen Spielen in Peking und gehört zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten. Am Freitag reist er mit dem Team nach Peking ab. Im Interview mit Abrogans äussert er sich über Sonny Schönbächler, den ersten Skiakrobatik-Olympiasieger der Geschichte, die starke Konkurrenz aus China und Russland sowie die Prognosen zu Wind und Wetter am Wettkampfort.

 

Mit dem Full-Doublefull-Full (Dreifachsalto mit vier Schrauben) sprang der Schweizer Sonny Schönbächler 1994 in Lillehammer zum ersten Olympiasieg der Geschichte in der Skiakrobatik. Wo rangiert man heute mit diesem Sprung bei einer perfekten Ausführung?

 

Der Dreifachsalto mit vier Schrauben ist heute der Standardsprung, den man als Athlet beherrschen muss und viele Athleten in der Qualifikation springen. Mit einer perfekten Ausführung kann man mit diesem Sprung noch immer einen Weltcupsieg erringen. An Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen braucht es aber inzwischen für einen Sieg oder ein Podium fünf Schrauben.

 

Was hat sich in der Sportart seit dem Olympiasieg von Sonny Schönbächler sonst noch alles verändert?

 

Die Sportart und das Umfeld haben sich in diesen Jahrzehnten stark professionalisiert. Die Schanzen sind mittlerweile alle genormt. Das Material hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Die Landung ist in technischer Hinsicht noch immer gleich, aber beim Absprung hat sich einiges geändert. Da springt man heute nicht mehr ab. Allgemein braucht es heute einen höheren Schwierigkeitsgrad bei den Sprüngen um einen Wettkampf zu gewinnen.

 

Drei Wochen vor seinem Olympiasieg hatte Sonny Schönbächler auf eisiger Unterlage in Le Relais die Kontrolle über die Skier verloren, war unkontrolliert durch die Luft gespickt und nach dreidreiviertel Salti und viereinhalb Schrauben mit dem Rücken in den Schnee geknallt. Wie gefährlich ist die Sportart heute?

 

Die Sportart hat sich seither sehr weiterentwickelt und professionalisiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Athlet im Sprung komplett die Orientierung verliert, tendiert heute gegen null. Hierfür braucht es eigentlich einen Totalausfall eines Athleten. Im Unterschied zu früher wird heute ein neuer Sprung erst auf dem Trampolin mit einer Art Bungee-System als Sicherung aufgebaut. Die nächste Station ist dann die Wasserschanze, wo man die Sprünge zwischen 100 bis 1000 Mal trainiert. Erst dann, wenn die Coaches überzeugt sind, dass man den Sprung beherrscht, zeigt man diesen das erste Mal auf dem Schnee und der Schanze.

 

Sonny Schönbächler spielt noch heute mit seinem Trainingscenter «Jumpin» in Mettmenstetten eine wichtige Rolle in dieser Sportart…

 

Sonny Schönbächler hat für die Sportart in der Schweiz sehr vieles geleistet und tut es bis heute. Er hat in Mettmenstetten ein führendes Trainingscenter mit Wasserschanzen aufgebaut. Dies ist im Sommer auch unsere Trainingsbasis. Auch können wir in seinem Fitnesscenter kostenlos trainieren. Im Winter verlagert sich unsere Trainingsbasis dann in das Skigebiet von Airolo, wo uns ein Hang und drei Schanzen exklusiv zur Verfügung stehen.

 

Ursprünglich war geplant, dass Ihr Euch in Japan auf die Olympischen Spiele vorbereitet. Dies musste wegen Corona verschoben werden. Wo habt Ihr die vergangenen Tage nach Nordamerika trainiert?

 

Wir wollten uns in Airolo vorbereiten, aber da hatte es zu wenig Schnee, um zu trainieren, so dass wir länger in Nordamerika geblieben sind und uns auf die Olympischen Spiele vorbereitet haben. 

 

Du standest in der laufenden Saison bereits zweimal auf dem Podest, bist derzeit die Nummer 6 im Gesamtweltcup. Was für eine Zwischenbilanz ziehst Du?

 

Ich durchlebte einige Hochs und Tiefs in dieser Saison. Die Saison hatte mit dem zweiten Platz in Ruka in Finnland sehr gut begonnen. Beim Wettkampf am Tag danach kämpfte ich mit den schwierigen Windverhältnissen. Es resultierte ein 20. Platz. Auch eine Woche später belegte ich noch einmal Rang 20. Der Grat zwischen Sieg und Niederlage in unserer Sportart ist sehr schmal. Es ist das eine, an die Spitze zu kommen, eine grössere Herausforderung ist es aber, sich an der Spitze zu langfristig behaupten. Ein weiterer Podestplatz beim letzten Wettkampf in Finnland fing mich dann auf. Beim Wettkampf in Le Relais in Kanada habe ich dann im Wettkampf im Superfinale zum ersten Mal einen Sprung mit fünf Schrauben ausprobiert. Leider wurde mein Risiko nicht belohnt. Ich konnte den Sprung nicht stehen. Es fehlte nur wenig. Ansonsten hätte ich mit diesem Sprung den Wettkampf gewonnen. Das Ziel von mir und meinen Coaches war, vor den Olympischen Spielen diesen Sprung mindestens einmal unter Wettkampfbedingungen zu zeigen.

 

Der Russe Maxim Burov war der grosse Dominator der vergangenen Saison und hat auch diese Saison jeden Wettkampf gewonnen, an dem er teilgenommen hat. Was braucht es um Burov zu schlagen?

 

Maxim Burov dominiert unsere Sportart bereits seit zwei Jahren. Es braucht momentan einen Sprung mit fünf Schrauben, um ihn zu schlagen. Er zeigt Sprünge mit vier oder fünf Schrauben in Perfektion. Letztes Jahr an den Weltmeisterschaften hat er fünf Schrauben gezeigt. In diesem Jahr hat er diesen Schwierigkeitsgrad noch nicht benötigt, so dominant ist er in den Wettkämpfen aufgetreten. An den Olympischen Spielen werden die Wetterverhältnisse zentral sein, insbesondere der Wind wird eine entscheidende Rolle spielen. In unserer Sportart ist der Wind sehr wichtig. Glück und Pech liegen da – je nach den individuellen Verhältnissen – sehr nahe beieinander. Ich denke, in Peking wird Maxim Burov deutlich mehr Druck haben als alle anderen Athleten. Dies kann meine Chance sein.

 

In Abwesenheit von Burov kam die grosse Zeit der chinesischen Athleten. In Le Relais belegten sie die Plätze 1, 2, 4 und 5, die anderen zwei Plätze gingen an die Schweiz. In Deer Valley feierten sie in Abwesenheit von Burov einen Dreifachtriumph. Wie geht ihr mit dieser neuen Konkurrenz um?

 

Auch die chinesischen Athleten werden einem gewaltigen Druck an ihren Heimspielen ausgesetzt sein. Die Skiakrobatik ist die einzige Wintersportart, wo sie absolut top sind. Der chinesische Verband hat in den letzten Jahren sehr viel Geld in diese Sportart investiert. Die Vorgabe ist bei den Männern und Frauen wie auch im Team-Wettkampf dreimal Gold zu gewinnen.

 

Wie haben es die Chinesen in dieser kurzen Zeit an die Weltspitze geschafft? In der vergangenen Saison nahmen sie ja an keinem Wettkampf teil.

 

Die chinesischen Athleten springen in unserer Sportarbeit bereits seit 10 bis 15 Jahren an der Weltspitze mit. Die Skiakrobatik ist die einzige Wintersportart, wo es akrobatisches Können braucht, ein Bereich, indem die Chinesen traditionell sehr stark sind. Vergangenes Jahr sind die chinesischen Athleten offiziell wegen Corona vom Weltcup ferngeblieben. Aber sie haben den ganzen Winter auf der Olympiaschanze trainiert. Wir werden nun sehen, wie sich dieser Heimvorteil an den Olympischen Spielen auswirken wird.

 

Es kann kein Zufall sein, dass mit den Russen und China auch die grossen Kunstturnnationen im Aerials weit vorne sind. Auch Du kommst ursprünglich aus dem Kunstturnen. Ist dies der normale Weg heute oder gibt es junge Athleten, die einen anderen Weg wählen?

 

Es ist sicherlich ein grosser Vorteil in unserer Sportart, wenn man auf dem Kunstturnen aufbauen kann. Es gibt Athleten im Weltcup, die das nicht haben. Aber die Mehrheit hat eine akrobatische Vergangenheit. Meine beiden Schweizer Kollegen und ich, die in dieser Saison bereits auf dem Podest standen, wir alle drei haben eine Vergangenheit im Kunstturnen.  

 

Am 10. Februar steht der Teamwettkampf auf dem Programm. Was für Chancen rechnet Ihr Euch da im Schweizer Team aus? Wenn man auf den Gesamtweltcup schaut, müsste es ein Zweikampf zwischen Russland und China um Gold und Silber geben.

 

Es ist davon auszugehen, dass Russland und China die Goldmedaille unter sich ausmachen. Wir befinden uns mit dem Schweizer Team im erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten, zusammen mit den USA, Kanada und Weissrussland. Eine Prognose ist sehr schwierig. Der dritte Platz dürfte sehr umkämpft werden. Unglücklicherweise hat sich die Leaderin im Frauen-Team, Carol Bouvard, am Knie verletzt und kann nicht nach Peking reisen.

 

Am 15./16. Februar finden dann die Einzelwettkämpfe im Aerials statt. Was für einen Schwierigkeitsgrad wird es für eine Medaille brauchen?

 

Der Wettkampfmodus an den Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen unterscheidet sich vom Weltcup. Es wird eine Qualifikation mit zwei Sprüngen geben. Die besten sechs Athleten nach dem ersten Sprung qualifizieren sich für das Finale. Die restlichen sechs Plätze werden im zweiten Qualifikationssprung vergeben, wobei der bessere Sprung letztlich dann zählt. Am Finaltag stehen zwei Sprünge auf dem Programm. Die besten sechs Athleten nach den beiden Finalläufen machen dann im Superfinale in einem einzigen dritten Lauf die Medaillen unter sich aus, wobei man im Finale in den drei Läufen drei unterschiedliche Sprünge zeigen muss. Dies kommt mir tendenziell entgegen. Ich habe zwei Sprünge mit fünf Schrauben im Repertoire. Es ist davon auszugehen, dass es im Superfinale sicherlich einen Sprung mit fünf Schrauben für eine Medaille braucht, eventuell aber auch schon in den Finaldurchgängen. Ich hoffe, dass ich nach dem ersten Qualifikationssprung möglichst unter den ersten sechs Athleten bin, so dass ich bald an die Wärme kann und Energie sparen kann. Im Finale wird dann nach umgekehrter Reihenfolge gestartet. Je später man selbst an die Reihe kommt, umso mehr kann man seine Taktik nach den vorherigen Sprüngen und Athleten ausrichten, was ein Vorteil sein kann.

 

Was weisst Du über die Sprunganlage in Peking?

 

Die Sprunganlage wird sicherlich in einem Top-Zustand sein. Die chinesischen Athleten haben ja ausgiebig darauf trainiert und sie gelten diesbezüglich als sehr heikel. Schwierig werden die Temperaturen und die Windverhältnisse werden. Es werden Temperaturen von minus 15 bis minus 20 Grad erwartet. In Kanada war es in den vergangenen Tagen aber auch sehr kalt, so dass wir uns daran gewöhnen konnten.

 

Wie bereitet man sich auf einen solchen Wettkampf vor?

 

Vor dem Wettkampf gibt es meist drei Trainingssprünge. Davor machen wir jeweils noch ein Warm-up im Gym oder im Hotelzimmer. Da gilt es zu dehnen, den Körper zu mobilisieren und den Rumpf gut aufzuwärmen. Während dem Wettkampf hat es dann meist einen geheizten Raum, in dem wir uns während den Sprüngen zurückziehen, um nicht auszukühlen.

 

Am Freitag fliegt Ihr mit dem Team nach Peking ab. Was geht momentan in Dir vor?

 

Es sind meine ersten Olympischen Spiele. Die Vorfreude überwiegt alles. Natürlich macht uns Athleten Corona Sorgen. Bei jedem Test fürchtet man stets ein positives Resultat und damit das Aus von den Olympischen Spielen. Ein wenig schade ist es, dass pandemiebedingt wohl nicht dieses olympische Dorf-Feeling aufkommen wird wie in den vergangenen Spielen. Aber die Pandemie wird vorübergehen und ich gehe davon aus, dass es nicht meine letzten Olympischen Spiele sein werden. Die Olympischen Spiele sind eine riesige Bühne sowohl für unsere Sportart wie auch für uns Athleten. Die mediale Beachtung weltweit ist unvergleichlich. Gestern haben wir die offizielle olympische Kleidung abgeholt. Da wird einem schon bewusst, dass die Olympischen Spiele etwas ganz Besonderes sind. Meine Vorfreude ist riesig. 


Ab sofort unterstützt mich das Management von ABROGANS.

Abrogans GmbH

Michael Schiendorfer

Bündtenweg 59

4102 Binningen

 

Vielen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen in mich.

Pirmin

Januar`22

Wenn Träume wahr werden! Super begeistert und aufgeregt, das Team Schweiz in Peking 2022 zu vertreten!


Nun ist der letzte Weltcup vor den Spielen schon wieder Geschichte.

Leider verlief der Wettkampf in Deer Valley  nicht nach meinem Geschmack.

Ich musste mit einem 17. Rang im Gepäck ins Trainingscamp nach Canada einrücken.

 Pirmin


Mitten in der Wettkampfsaison wurde ich erneut mit einer positiven Meldung überrascht.

Für die Saison 2021 / 2022 unterstützt mich die Stiftung Fritz Bösch.

 

Vielen herzlichen Dank für die Unterstützung und das Vertrauen in mich.

Pirmin


Der erste Wettkampf im neuen Jahr fing recht gut an, endete aber auf dem 6. Rang.

Mit dem 3. Rang in der Quali qualifizierte ich mich souverän für den 12er Final.

Nun zeigte ich einen dFFF, der brachte mich wiederum auf den 3. Rang.

Somit stand ich im Super-Final der besten 6 Athleten.

Hier nahm ich das Risiko auf mich und zeigte einen dFFdF (drü Salti mit

mit fünf Schruube). Leider ging der Plan nicht ganz auf.

Ich stürzte nämlich bei der Landung.

Aber im Hinblick auf die Olympischen Spiele machte es schon

Sinn den Sprung Wettkampfmässig zu springen.

Nun geht die Reise weiter nach Deer Valley (USA).

Pirmin

Dezember`21

Mit der Besinnlichkeit kommt die

Rückschau. Für all die Hilfe und das

Dasein danke ich von ganzem Herzen.

ich wünsche frohe und erholsame Weihnachten und ein

gesundes und glückliches neues Jahr.

Möge es viel Schönes bringen.

Weihnachtliche Grüsse ......

Pirmin


Durchzogene Tage erlebte ich am zweiten Wochenende in Ruka. Es war nicht einfach sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Im ersten Wettkampf konnte ich nicht reüssieren und landete auf dem 20. Rang. Neuer Tag neue Chance. Dieser Wettkampf fand auf einem extrem hohen Niveau statt. Mit meinem Sprung bin ich wirklich zufrieden. Konnte ich doch meinen ersten dreifach Salto mit fünf Schrauben (dFFdF) auf Schnee in einem Wettkampf zur Landung bringen. Belohnt wurde ich mit 128.50 Punkten, was der dritte Rang bedeutete.

 

Nun trainiere ich noch eine Woche in Ruka bevor es über die Weihnachtstage kurz nach Hause geht.

Pirmin


Schon ist das erste Wettkampfwochenende der neuen Saison vorbei.

Der erste Wettkampf gelang ausgezeichnet. Konnte ich doch einen 2. Rang

verbuchen. Das zweite Einzelspringen gelang nicht gut. Hatte ich doch zu wenig Speed. Dies verunmöglichte mir den Sprung genau für die Landung zu timen. Ein Sturz kam in die Wertung. Mit einem 20 Rang schloss ich diesen ab.

Im Teamwettkampf konnten wir Drei (Carol & Noé) nicht brillieren, alle stürzten bei der Landung. Bei mir war es so, dass ich dieses Mal den Sprung zu sehr forcierte und dadurch konnte ich den Sprung nur mit Glück und mit einem Sturz zur Landung bringen.

 

Pirmin

November`21

Genau richtig zum Saisonstart kann ich eine erste erfreuliche Nachricht vermelden.

Die Fritz-Gerber-Stiftung wird mich ab sofort unterstützen.

 

Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen in mich.


Das dreiwöchige Trainingscamp auf Schnee ist beendet. Unter besten Bedingungen konnten wir in Sass Fee trainieren. Nun steht noch ein Konditionsblock an. Anschliessend werden wir ca. Mitte November die

Zelte in Ruka/Kuusamo (FIN) aufschlagen. Dort werden wir an den Grossen Sprüngen feilen bevor die Weltcupsaison am 2. Dezember gleichenorts startet. Für mich steht ein spezieller Winter an, geht es doch um die begehrten Startplätze an den Olympischen Spielen in Peking im Februar.

Pirmin

September`21

Das Sommertraining auf der Wasserschanze ist ende September

mit dem Qualifikationsspringen abgeschlossen worden.

Nun stehe ich mitten in einem Konditionsblock mit Leistungsüberprüfung bevor es im Oktober nach Saas Fee in das erste Schneetraining geht.

Ich freue mich sehr auf den Schnee und den kommenden Winter.

Das highlight für mich wäre die Teilnahme, sofern ich die Qualifikation schaffe, an den Olympischen Spielen in Peking.

Pirmin

August`21

 FIS Freestyle Masters in Mettmenstetten

Am Sonntagmorgen fand bei bedeckten Wetter-Verhältnissen und ohne Zuschauer die Qualifikation statt. Ich schaffte bereits mit meinem ersten Quali-Sprung (dFFF) den Finaleinzug für den Nachmittag der Besten zwölf Athleten. Am Nachmittag konnten wir zum ersten Mal seit längerem wieder vor dem Publikum springen. Dies freute mich besonders. Leider gelang mir im ersten Finaldurchgang der Sprung nicht perfekt. Den Judges präsentierte ich einen sogenannten "Hurricane" (FtFF). Mit dem zweiten Sprung erkämpfte ich mir dann das Super-Final ticket der Sechs Besten. Das Niveau war heute auf einem sehr hohen Level. Es brauchte einen Top Sprung um überhaupt auf das Podium zu springen. Ich zeigte einen FdFdF, leider war die Landung im Wasser nicht ganz perfekt. Das Podest verpasste ich um winzige 0.49 Punkte und landete auf dem 4. Schlussrang.

Bericht von SRF im Sportpanorama

Pirmin



Am 22. August werde ich am FIS Freestyle Aerials Master 2021 in Mettmenstetten teilnehmen.

Dies wird mein erster Wettkampf in der Olympia-Saison sein.

Willst du Weltklasse-Athleten auch mal im Sommer auf der Wasserschanze sehen, dann nutze

die Gelegenheit und schau vorbei.

Sonntag, 22. August, Ort: Jumpin, CH-8932Mettmenstetten

Programm:

09:00 Uhr Training Qualifikation - ohne Zuschauer

10:20 Uhr Wettkampf Qualifikation - ohne Zuschauer

13:00 Regio Cup Junioren - ab 13 Uhr ist der Zutritt für Zuschauer geöffnet

13:35 Uhr Training Finale

14:00 Uhr Finale

Swiss-Ski

Affoltern Anzeiger

Pirmin

April`21

DIE SAISON 20/21 IST ZU ENDE

Meine zweite komplette Saison bei der Elite ist sehr

erfreulich zu Ende gegangen.

Durfte ich doch einige sportliche Highlights erleben.

  •  Erster Weltcup-Sieg
  •  2. Rang Team WM
  •  3. Aerials- Gesamtwertung
  •  4. Rang Einzel WM

Ich bin sehr dankbar, dass die Wettkämpfe trotz Pandemie

stattfinden konnten.

Nun werde ich sportlich eine kurze Pause einlegen.

Euch allen möchte ich für die tolle Unterstützung herzlich danken.

Ä gueti Zyt und viel gfröits, bliibed gsund.

Pirmin

März`21


Was für eine Woche für mich im kasachischen Almaty.

Nach der tollen WM stand noch das Weltcupfinale an. Es ist unglaublich, vor einem Jahr

konnte ich mich über das erste Podium in Almaty freuen. Nun schaffte ich ebenfalls hier

meinen ersten Weltcupsieg. Ich bin unglaublich glücklich.

Die Quali für den 12er Final erreichte ich ohne grössere Probleme. Der erste Finalsprung gelang nur

halbwegs, nun drohte schon das aus. Oben standen noch 2 Athleten (Weltmeister Burow &

Teamkollege Noé) und ich war bereits auf Position sechs zurückgefallen. Doch beide konnten

nicht reüssieren.  Als sechster rutschte ich gerade noch in den Super Final und den musste ich

gleich eröffnen. Für meinen Sprung ein dFFF, der mir gut gelang, erreichte ich 121.72 Punkte.

Nun galt es abzuwarten was die Konkurrenz abliefert. Keiner von ihnen konnte meine Punktzahl

knacken. So konnte ich beim allerletzten Weltcup in dieser Saison meinen ersten Weltcup-Sieg feiern.

Pirmin


Team Vize-Weltmeister 2021
Team Vize-Weltmeister 2021

An der Aerials-WM in Kasachstan konnte ich mich über zwei gute Resultate freuen. Im Einzel sprang ich einen 4. Platz heraus.

Nun galt es den Fokus ganz auf den Team-Wettkampf vom kommenden Tag zu legen. Dies gelang uns ganz gut. In einem spannenden Finale durfte ich mit Carol Bouvard und Noé Roth verdient die Silber-Medaille umhängen lassen.

Einzelne Berichte über die WM könnt ihr in der Rubrik Medien

nachlesen. Jetzt habe ich einen Tag Pause und dann geht es mit

dem Weltcup Finale gleichenorts weiter.

Pirmin

Februar`21

Nach zwei Wochen Training in Airolo fand am 28. Februar gleichenorts ein Europacup mit integrierter

Schweizermeisterschaft statt. Im EC sowie an der SM erreichte ich den 2. Rang.

In 3 Tagen reise ich mit dem CH-Team zum letzten Weltcuport in diesem Winter nach Almaty (KAZ).

Ich hoffe, dass ich noch einmal mein ganzes Potential ausschöpfen kann.

Pirmin


Ehemaliger Lehrbetrieb mit einem Bericht.
Ehemaliger Lehrbetrieb mit einem Bericht.

Am 6. Februar nahm ich am Weltcup in Deer Valley (USA) teil. Die letzten zwei

Jahre hatte ich verschiedene Emotionen an diesem Ort. 2019 Riss ich mir

das Kreuzband an der WM und im letzten Jahr wurde ich Vierter.

Heuer durfte ich zum zweiten Mal in einem Einzelspringen in meiner noch jungen Karriere auf ein Weltcuppodest steigen. Ich bin Happy mit meinem 3. Rang.

Pirmin


Freestyle-Weltmeisterschaft  im kasachischen Almaty.

Nach der coronabedingten Absage der WM in China, finden die Titelkämpfe der Aerials-Athleten

nun vom 10. & 11. März in Kasachstan statt.

Ob ich dabei bin oder nicht wird erst kurz vor der WM bekannt gegeben.

Pirmin

Januar`21

Schon gehört der Weltcup in Minsk der Vergangenheit an.

An diesem WC konnte ich wieder eine gute Leistung abrufen.

In der Quali zeigte ich einen FdFF. Mit einem 3. Rang qualifizierte ich mich für das Finale.

Im Final Run 1 zeigte ich den gleichen Sprung wie zuvor in der Quali. Als 5. klassierter erreichte

ich zum zweiten Mal in diesem Winter den Superfinal der sechs Besten.

Leider hatte ich in diesem Durchgang zu wenig Rotation im Sprung. Die Landung war

dementsprechend  nicht optimal. Es resultierte der 5. Schlussrang.

Trotz allem Reise ich guten Mutes direkt nach Amerika (Deer Valley) zum nächsten Weltcup.

Bericht Swiss-Ski.

Pirmin


Am 23. Januar stand der vierte WC in Moskau an.

Leider durchlaufe ich zurzeit eine Wellenbewegung.

Mal Top mal weniger gut.

Den Quali-Sprung habe ich wirklich vergeigt. Die Reise nach

Belarus trete ich mit einem 16. Rang im Gepäck an.

Nun hoffe ich, dass in Minsk die Welle wieder nach oben zeigt.

Pirmin


Irgendwie überstand ich am Samstag die Quali zum ersten Wettkampf in Yaroslawl (RUS).

Im Finale konnte ich den Sprung nicht wie gewohnt abrufen. Schon früh musste ich die Beine anziehen was grosse Abzüge zur Folge hatte. Der Wettkampf endete für mich auf dem 10. Rang.

Neuer Tag neue Chance. Am Sonntag standen zwei Wettkämpfe an. Im Einzel konnte ich mein Sprung

schon besser in den Schnee zaubern. Es resultierte ein 4. Rang an diesem Weltcup.

Am Abend bei - 23° Celsius durfte ich mit Noé und Carol das Team Schweiz bilden. Mit meinen zwei Sprüngen im Team-Event bin ich sehr zufrieden. Konnte ich doch viele Punkte für das Team einspringen. Auch meine Teammitglieder machten ihre Arbeit  sehr gut. So konnten wir uns über einen 2. Rang freuen.

Nun geht die Reise weiter in die russische Hauptstadt Moskau.

Pirmin

Bericht Swiss-Ski: Sonntag, 17.01.21

Bericht Arbeitgeber: Springermarkt.ch

Dezember`20

Am Anfang des Jahres hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass eine

Unsichtbarkeit die Welt so in Atem hält. Das ganze öffentliche & private Leben

wurde auf den Kopf gestellt.

Gerade in Zeiten des raschen Wandels ist es aber auch wichtig, einmal

zurückzulehnen und zu entspannen.

Ich wünsche ALLEN  ein fröhliches Weihnachtsfest im Kreis Eurer Familien.

Die Erholung habt ihr Euch mehr als verdient.

Pirmin 


Nun sind auch meine ersten Europacups in dieser noch jungen Saison in Ruka vorbei.

Der erste Wettkampf konnte ich auf dem 2. Rang beenden.

Im zweiten Wettkampf klassierte ich mich auf dem 4. Rang.

Trotz dieser Platzierung ausserhalb des Podests bin ich zufrieden. Denn nach der Quali führte ich mit Noé Roth. Als der Final der sechs Besten anstand, zeigte ich eine Premiere. Als erster Athlet in einem Europacup und zum ersten Mal

für mich zeigte ich auf Schnee einen dreifachen Salto mit fünf Schrauben (dFFdF).

Bericht von Swiss-Ski.

Pirmin


Der erste WC ist vorbei. Dieser verlief nicht nach meinem Geschmack. Am Schluss resultierte der 22. Rang. Der Landbote traf es genau und schrieb: Ein Salto im falschen Moment ist lästig. Siehe in Medien.

Ab dem neuen Jahr muss ich die Sprünge aber ohne zusätzlichen Salto pflanzen.

Ab dann erfolgt nämlich der Startschuss für die Qualifikation der Olympischen Spiele in Peking. 

Pirmin


Die letzten drei Wochen durfte ich in Ruka (FIN) meine Vorbereitung für den ersten Weltcupstart am 4. Dezember absolvieren. Die Schanzen waren gut präpariert und das Wetter spielte zum Schluss auch noch mit. Mit diesen Trainings konnte ich mir ein gutes Gefühl auf den Skis holen. Nun starte ich mit diesem Gefühl in Ruka, um dort bei einem Weltcup sowie zwei Europacups top Ergebnisse herauszuspringen.

Pirmin

November`20

Genau zum richtigen Zeitpunkt habe ich mein neues Dienstfahrzeug für den kommenden Winter bekommen. Vielen Dank an AMAG Schweiz für die tolle Unterstützung.

Pirmin


Der Sommer war lang und doch ging er rasch vorbei.

Durch meine Verletzung anfangs August wurde die Vorbereitungszeit um sechs Wochen verkürzt.

Trotzdem konnte ich im Oktober mit dem Aerials-Team in Saas Fee mit den Schneetrainings starten.

Gut war, dass ich das Gefühl für die Skier bzw. die Schanze wieder spürte. Den letzten Schliff für den Saisonstart werde ich in Ruka vornehmen. Ich werde von ca. Mitte November bis ca. 20. Dezember nach Finnland reisen. Zwischendurch werde ich gleichenorts ein Weltcup bzw. zwei Europacups absolvieren.

Pirmin

Oktober`20

Mit Leidenschaft und Spass wieder im Training.

Nach sechswöchiger Verletzungspause konnte ich wieder mit dem springen auf der Wasserschanze beginnen. Ein Neuaufbau der Sprünge stand an. Wieder hiess es Basissprünge von der Einfachschanze bis hin zur Dreifachschanze zu absolvieren. Anfang Oktober habe ich das Sommertraining in Mettmenstetten erfolgreich beendet.

Nun freue ich mich so richtig auf den Schnee. Mitte Oktober fahre ich mit dem Nationalkader nach Saas Fee ins Trainingslager. Auf dem Gletscher werden wir mit dem Schneetraining für den kommenden Winter starten.

Pirmin

August`20

Bad News: 

Im Training auf der Wasserschanze habe ich einen Teilriss am

Meniskus eingefangen.

Die Operation verlief gut. Mit dem Training muss ich einige

Zeit pausieren.

Nun werde ich das Masters am 16. August in Mettmenstetten

als Zuschauer verfolgen. Sofern der Wettkampf überhaupt wegen den aktuellen Geschehnisse stattfinden kann.

Pirmin

Juli`20

Noé und ich feilen während der Spi Spo RS  an der Haltung bzw. an den Sprüngen für den nächsten Winter.

 

Bericht von Swiss-Ski:

Sie landen im Wasser statt auf Schnee - die Skiakrobaten schuften im Sommertraining.

Pirmin

Mai`20

Seit Mitte April befinde ich mich in der RS.

Nach 4 Wochen Dienst zuhause konnte ich endlich am 11. Mai mit 22 Sportlern

und 8 Sportlerinnen die Spi Spo RS 1/20 in Magglingen fortsetzen.

Pirmin

April`20

Die Swiss-Ski Kaderselektionen für die Saison 2020/2021 sind bekannt.

Ski Freestyle: Aerials

Pirmin


DIE SAISON 19/20 IST ZU ENDE

Meine erste komplette Saison bei der Elite mit abruptem, aber sportlich sehr erfolgreichem Ende für mich.

Nun gilt es jedoch zu Hause zu bleiben..... Zeit um einen Blick auf die vergangene Saison zu werfen.

Im Weltcup konnte ich nach meiner Verletzung so richtig Fuss fassen. Hatte ich mir zu Beginn der Saison

das realistische Ziel gesetzt, mich in den Top 20 zu etablieren, reibe ich mir heute schon etwas ungläubig die Augen, dass ich aktuell die Nummer 4 in der Aerials-Weltcupliste bin.

  •  4. Aerials-Gesamtwertung
  •  in allen WC das Finale erreicht
  •  zum ersten Mal ein WC-Podium erreicht
  • von der FIS zum "Rookie of the Year" ausgezeichnet

Euch allen möchte ich für die tolle Unterstützung herzlich danken.

Ä gueti Zyt und viel gfröits, bliibed gsund.

Pirmin

März`20

Meine nächste Herausforderung wird die Spitzensport RS in Magglingen sein.

Diese startet am 14. April und dauert bis am 14. August.

Pirmin


Roth und Werner: Ein Paket für die Zukunft

Bericht von Swiss-Ski

 

Leider muss ich mitteilen, dass die SM in Airolo & Junioren WM in Italien auf Grund des Coronavirus nicht stattfinden kann.

Pirmin


Grosse Ehre durch den Weltverband FIS.

Ich wurde für die vergangene Weltcupsaison zum

"Rookie of the Year" ausgezeichnet. Dies ist ein Titel für den besten Sportler, der seine erste Profi-Saison bestreitet.

Anschliessend an den letzten Weltcup wurden die Awards für den Weltcup, Gesamtweltcup sowie Rookie of the Year überreicht.

Pirmin, Bericht Swiss-Ski, UNITED school of sports


Am Sonntag, 8.3.2020 endete mit dem siebten und letzten Weltcup in Krasnoyarsk die WC-Saison.

Wie immer in diesem Winter überstand ich die Qualifikation und schaffte somit den Finaleinzug der zwölf Besten. Heute wäre viel mehr als der 11. Rang drin gelegen. Leider hatte ich zu wenig gearbeitet in der Luft beim FdFF was bei der Landung zu einer Rolle vorwärts im Schnee führte. Dies gefiel dem Kampfgericht natürlich nicht.

In der Gesamtwertung der Aerials verlor ich noch einen Rang. Am Schluss resultierte der 4. Platz.

Im grossen und ganzen bin ich mit meiner ersten Weltcupsaison sehr zufrieden.

Nun steht noch die SM und die Junioren WM an.

Ob diese Wettkämpfe auf Grund des Coronavirus stattfinden, werden wir noch sehen.

Pirmin

Februar`20

Am Freitag, 28.2.2020 durfte ich meinen ersten Podestplatz auf höchster

Stufe im Weltcup feiern. Ich musste mich lediglich von einem Amerikaner

geschlagen geben.

Im Gesamtklassement hat mein Teamkollege Noé Roth wieder die Führung

übernommen. Ich bin zur Zeit auf Rang 3. Es steht noch ein Weltcup in

Sibirien an, mal schauen wohin es noch führt.

Pirmin, Bericht Swiss-Ski, FIS Freestyle Skiing Video


Doppelsieg SUI 1 & SUI 2
Doppelsieg SUI 1 & SUI 2

Den Einzelwettkampf beim WC in Minsk-Raubichi beendete ich auf dem 10. Schlussrang.

Im Gesamt-Aerials Weltcup bin ich nach 5 von 7 Weltcups auf dem sechsten Rang. Mein Ziel nach 7 WCs sind weiterhin die Top Ten

zu erreichen. Mal schauen wie es in Almaty (KAZ) weitergeht.

Den Synchron-Wettkampf konnte ich mit Noé Roth wiederum als erster

beenden.

Pirmin, Bericht Swiss-Ski


SUI-Finalisten: Noé und Pirmin
SUI-Finalisten: Noé und Pirmin

Der Weltcup in Moskau vom 15. Februar ist bereits Geschichte und endete für

mich auf dem 8. Rang.

In den Trainings hatte ich grosse Mühe mit der Sprunganlage. Ich dachte ich

kriege die Probleme nicht in den Griff. Ausgerechnet am Wettkampftag konnte ich in der Quali wiederum überzeugen und belegte den 2. Rang.

Am Abend standen die Finals der zwölf besten an. Mein dFFF hatte ich leicht überdreht und so landete ich leider mit den Händen im Schnee was bei uns nicht so toll ist. Nun geht es weiter nach Minsk zum nächsten WC-Einsatz.

Pirmin

 


Am 7. Februar nahm ich am Weltcup in Deer Valley (USA) teil.

In der Qualifikation konnte ich einen tollen Sprung, ein FdFF präsentieren.

Ich bekam mit 126.55 Punkten die höchste Punktzahl aller Athleten.

Als Qualisieger nahm ich am Abend am Final teil. Der erste Finalsprung gelang nicht mehr so gut

wie in der Quali. Ich hatte Abzüge bei der Landung erhalten. Trotzdem wurde ich fünfter und konnte

dadurch am grossen Finale der besten sechs Athleten teilnehmen. Nun zeigte ich ein dFFF. Am Schluss erreichte ich den vierten Schlussrang. 

Pirmin

Januar`20

Heim-Europacup in Airolo schon wieder vorbei.

Bei allen vier Wettkämpfen erreichte ich den Final. In den Einzelwett-

kämpfen konnte ich folgende Resultate rausspringen: Ein 6. Rang,

2. Rang und nochmals ein 6. Rang. Im Teamwettkampf konnten Ursina,

Noé und ich überzeugen. Wir gewannen vor dem Team SUI 2 und den

Weissrussen.

Pirmin, Bericht Swiss-Ski

Dezember`19

 Start in die Weltcup-Saison in China geglückt.

Am ersten Wettkampftag konnte ich mich über die gute Quali freuen.

Ich habe den Final 1 als zehnter geschafft. Leider habe ich im Final beim FdFF die Landung verhauen

und so kam ich nicht über den zwölften Rang hinaus.

Beim zweiten Wettkampf am Sonntag konnte ich den dreifachen Salto mit vier Schrauben sehr gut den Judges präsentieren. Ich nähere mich langsam dem Weltcup-Podium. Mit dem 4. Rang reise ich zufrieden nach Hause und werde die kommenden Festtage geniessen auch wenn sie nur kurz ausfallen werden.

 

Euch allen wünsche ich von Herzen frohe Festtage im Kreise der Familie und einen erfolgreichen

Start ins neue Jahr.

Pirmin, Bericht Swiss-Ski

 


Echt ein guter Einstand in die neue Saison in Ruka (FIN)!

Ich wusste, dass es nicht einfach werden wird die Resultate des Vorjahres zu wiederholen. Komme ich doch von einer schweren Knieverletzung zurück. Was mir aber geholfen hat, waren die guten Wettkämpfe auf der Wasserschanze im Sommer. Nun galt es, das gute Gefühl auf den Schnee zu übertragen. Nach dem ersten Wettkampftag konnte ich mich über einen 2. Rang freuen. Die zwei Sprünge gelangen mir recht gut. Tags darauf war das Format anders, für die Wertung konnte nur ein Sprung absolviert werden. Dieser gelang mir nicht gut. Ich hatte grosse Mühe bei der Landung. Es schaute nur der 23. Rang heraus. Lange konnte ich dem Resultat nicht nachtrauern, denn kurze Zeit später folgte noch ein Synchron-Wettkampf mit meinem Trainings-Kollegen Noé Roth. Dieser Wettkampf gelang uns ausgezeichnet. Wir konnten uns über einen tollen 1. Platz freuen.

 Nun bleibe ich noch zwei Wochen in Ruka und trainiere fleissig für den Weltcupstart im Dezember in China.

Bericht Swiss-Ski

Pirmin

November`19

Oktober`19

Nun habe ich die Sommersaison mit der Quali auf der Wasserschanze für den nächsten Winter erfolgreich beendet.

Genau richtig zum ersten Schneetraining anfangs Oktober bekam ich mein neues Dienstfahrzeug.

Ein grosses Dankeschön an AMAG Schweiz.

Zurzeit absolviere ich die ersten Sprünge auf Schnee in Saas-Fee.

Pirmin

August`19

Am 31. August beim FIS Freestyle Belarus Championship Open schloss ich meine Sommerwettkampfsaison erfolgreich ab.

Zum Abschluss durfte ich in Minsk nochmals als dritter auf das Podium steigen.

Gewonnen hat den Contest mein Teamkollege Noé Roth.

Innert drei Wochen war dies der dritte Wettkampf wo ich auf dem Podium stehe. Ein unglaubliche Sommerserie für mich.

Pirmin, Bericht: Swiss-Ski

 


Eine Woche nach meinem Sieg am Freestyle Masters in der Schweiz konnte ich mich über eine weitere top Platzierung in Kanada freuen.

Am 24. August absolvierte ich beim Mondial AcrobatX in Québec am Nachmittag die Quali. Als zwölfter erreichte ich mein erstes Zwischenziel.

Die zwölf besten Athleten aus der Quali machten beim Nachtfinale dann den Sieger aus.

Da das Teilnehmerfeld stark besetzt war, musste ich beim ersten Finalsprung schon ein dFFdF zeigen damit ich überhaupt eine Chance hatte um weiterzukommen.

Erst zum zweiten Mal zeige ich einen dreifachen Salto mit fünf Schrauben. Mit diesem Sprung konnte ich mich erfolgreich in den top Sechs platzieren.

Beim Superfinale zeigte ich einen FdFdF. Auch dieser Sprung gelang gut. Wiederum konnte ich aufs Podest steigen, diesmal auf die Nr. 2. /// Bericht Swiss-Ski

Pirmin


Nach der langen Verletzungspause startete ich am 18. August am

Freestyle Masters in Mettmenstetten mit einem Sieg.

Die Quali am Morgen verlief nicht nach meinem Geschmack.

Nur mit viel Glück schaffte ich den Finaleinzug der 12 besten der

am Nachmittag durchgeführt wurde.

Hier lief es mir um einiges besser. Meine Sprünge waren gut und

ich erreichte den direkten Finaleinzug der besten sechs.

Nun wagte ich meinerseits einen neuen Sprung. Zum allerersten

Mal sprang ich den dFFdF (3 Salti mit 5 Schrauben). Der gelang mir

recht gut. Am Schluss konnte ich mit meinen Teamkollegen das

Podest rocken. Wir feierten einen Dreifachen CH-Sieg.

Bericht Swiss-Ski

 


Juhui, ich habe einen Kopfsponsor.

Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.

Pirmin

 


Danke an Sport Haert für die tolle Unterstützung bis an die

Olympischen Spiele 2022 in Peking.

Ich finde es toll, dass ihr an mich glaubt und ich hoffe,

dass ich dies mit guten Resultaten zurück geben kann.

Pirmin

Juli`19

Nun habe ich die Abschlussprüfung (QV) als Kaufmann EFZ an der UNITED school of sports und der Gemeinde Volketswil erfolgreich bestanden.

Das heisst, dass ich mich von jetzt an voll auf den Spitzensport konzentrieren kann.

Pirmin

 

Juni`19

 Nach einer dreieinhalbmonatigen Verletzungspause bin ich wieder in das Mannschaftstraining von Swiss-Ski eingestiegen. Es ist schön wieder meine Leidenschaft ausüben zu können.

Manchmal muss man einen Schritt zurück machen um wieder einen nach vorne zu kommen.

Im Moment absolviere ich nur Einfach- bzw. Zweifachsprünge mit verschiedenen Anzahl von Schrauben.

Pirmin